Klimawandel : Schüler*innenvorstellungen von Grundschüler*innen der zweiten und vierten Jahrgangsstufe über die Ursachen des Klimawandels

Diese Arbeit befasst sich mit den Schüler*innenvorstellungen von Grundschüler*innen der zweiten und vierten Jahrgangstufe über die Ursachen des Klimawandels. Ziel ist es, mittels einer qualitativen Querschnittsuntersuchung die Schüler*innenvorstellungen zu erheben und Unterschiede in den Denkweisen der Schüler*innen aus beiden Jahrgangsstufen zu identifizieren. Konkret wird den Fragen nachgegangen, welche Vorstellungen Schüler*innen der zweiten und vierten Jahrgangsstufe über die Ursachen des Klimawandels entwickelt haben und ob es Unterschiede zwischen den Denkweisen der Schüler*innen aus den verschiedenen Altersgruppen gibt. Der Klimawandel stellt eine der zentralsten Krisen der heutigen Gesellschaft dar, dessen Auswirkungen eine massive Bedrohung für das Leben auf der Erde sind. Das Ergreifen von Klimaschutzmaßnahmen ist zwingend notwendig. Eine Thematisierung des Klimawandels in der Grundschule ist unausweichlich, um nachfolgende Generationen zum nachhaltigen Denken und Handeln zu befähigen und um sie für das Thema zu sensibilisieren. Für die Gestaltung von erfolgreichen schulischen Lernprozessen ist das Wissen über die Vorstellungen der Schüler*innen eine wichtige Voraussetzung. Die Erhebung der Schüler*innenvorstellungen
erfolgt mittels Kinderzeichnungen und ergänzenden Interviews. Zur Auswertung dieser wird die Methode der dokumentarischen Interpretation verwendet. Die Ergebnisse zeigen, dass Schüler*innen beider Klassenstufen Ursachen des Klimawandels anthropogenen Einflüssen zuschreiben. Ein Schüler äußert Temperaturveränderungen durch eine Annäherung von Erde und Sonne und ein Schüler benennt einen technischen Prozess als Ursache. Außerdem konnten Schüler*innen nur vage Vermutungen zu den Ursachen wiedergeben. Die Vorstellungen der Viertklässler*innen weisen im Vergleich teils komplexere Erklärungen auf als die der Zweitklässler*innen, dennoch bestehen in beiden
Altersgruppen auch Gemeinsamkeiten. Es zeigen sich bei den erhobenen Vorstellungen insgesamt bereits erste wissenschaftlich fundierte Erklärungsansätze aber auch alternative Vorstellungen. Diese Erkenntnisse untermauern, dass der Klimawandel bereits in der Grundschule thematisiert werden sollte und die Schüler*innen mit zunehmendem Alter auch komplexere Zusammenhänge herstellen können. Es ergeben sich wichtige Erkenntnisse für den Unterricht und zukünftige Forschung.

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