Einsatz partikulärer und monolithischer Kapillaren in der Kapillarelektrochromatographie

Dateibereich 867

3,18 MB in einer Datei, zuletzt geändert am 22.01.2018

Dateiliste / Details

DateiDateien geändert amGröße
dc0516.pdf22.01.2018 13:34:543,18 MB
In dieser Arbeit wurden partikuläre und monolithische Kapillaren auf ihre Einsatzmöglichkeiten in der Kapillarelektrochromatographie (CEC) untersucht. Ein Problem der partikulären Kapillaren ist die wiederholt auftretende Luftblasenbildung, bevorzugt an der Auslassfritte der Kapillare. Daher wurden so genannte "getaperte Kapillaren" verwendet, bei denen die Auslassfritte durch eine konische Verjüngung (Querschnittsverengung) der Kapillare ersetzt wird. Dies gelingt reproduzierbar mit einem neuen Verfahren unter Verwendung eines Lichtbogens. Durch Verkeilen der Partikel an der gebildeten Engstelle ergibt sich eine stabile Packung. Vergleichsmessungen haben gezeigt, dass die getaperten Kapillaren bei gleich bleibender Trennleistung weniger zur Luftblasenbildung neigen.
Eine weitere Reduzierung der Luftblasenbildung wurde bei den monolithischen Kapillaren beobachtet. Mit Hilfe des Molecular-Imprinting-Polymer(MIP)-Verfahrens konnten hochselektive Phasen synthetisiert werden. Ein MIP mit Cotinin als Templat, das durch photoinduzierte Polymerisation von Methacrylat hergestellt wurde, erlaubt die Trennung der strukturverwandten Verbindungen Cotinin, Myosmin und Nikotin. Sein Einsatz als SPE-Material in der Probenvorbereitung ist aufgrund der hohen Selektivität viel versprechend.
Weniger selektiv, aber zur Trennung lipophiler Analyten gut geeignet, waren die getesteten Acrylamid- und Silika-Monolithen. Die Luftblasenbildung war bei diesen frittenlosen Kapillaren kein Problem mehr. Obwohl die im Labor selbst hergestellten Acrylamid-Monolithen auf wasserlöslichen Monomeren beruhten, reichten die lipophilen Wechselwirkungen zwischen Analyten und stationärer Phase aus, um polyaromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs) zu trennen. Stärkere lipophile Eigenschaften zeigten die kommerziell erhältlichen RP-18-Silika-Monolithen. Sie zeichneten sich durch gute Trenneigenschaften gegenüber lipophilen, neutralen Verbindungen aus und erzeugten einen zufrieden stellenden EOF. Sowohl die Acrylamid-Monolithen als auch die Silka-Monolithen konnten problemlos mit der Massenspektrometrie (MS) gekoppelt werden. Mit Hilfe der ESI-MS wurden zunächst Alkylpolyglykoside (APGs) untersucht. Während die Lipophilie der Acrylamidphase zur Basislinientrennung nicht ausreichte, konnten die APGs auf der Silikaphase gut getrennt werden. Aufgrund der Tatsache, dass mit einem ESI-Interface nur polare Substanzen ionisiert werden können, die CEC aber besonders zur Trennung lipophiler Substanzen geeignet ist, wurde die vor kurzem neu entwickelte Atmospheric-Pressure-Laser-Ionisation (APLI) mit den monolithischen Kapillaren gekoppelt. Der eingesetzte Acrylamid-Monolith wurde beim Einsatz des Lasers im Bereich der Kapillarspitze zerstört. Dies war wahrscheinlich auf eine Streuung des Laserstrahls im Ionisationsbereich zurückzuführen, wodurch die Kapillarspitze bestrahlt wurde. Aufgrund der Pyrolyseempfindlichkeit des Acrylamid-Monolithen entstanden so Bruchstücke mit vielen Stickstoffgruppen, die durch das ESI-Interface ionisiert wurden und ein hohes Hintergrundrauschen lieferten. Mit Hilfe des Silika-Monolithen konnte eine Trennung von PAKs mit anschließender TOF-MS-Detektion nach selektiver und weicher Ionisation erreicht werden. Durch den Einsatz dieser Technik konnte die Anwendung der CEC-MS auf lipophile Analyten ausgeweitet werden.
Lesezeichen:
Permalink | Teilen/Speichern
Dokumententyp:
Wissenschaftliche Abschlussarbeiten » Dissertation
Fakultäten und Einrichtungen:
Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften » Chemie » Dissertationen
Dewey Dezimal-Klassifikation:
500 Naturwissenschaften und Mathematik » 540 Chemie » 540 Chemie und zugeordnete Wissenschaften
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
Dissertationen / Dokument veröffentlicht
Dokument erstellt am:
21.12.2005
Dateien geändert am:
22.01.2018
Datum der Promotion:
09.12.2005
Medientyp:
Text